Mazda Mobile Carbon Capture erstmals getestet
Hiroshima, 18.11.2025
- Technologie für innovatives Abscheideverfahren in Super Taikyu Serie getestet
- Technik filtert und speichert CO2 aus Abgasen
- Erster Praxiseinsatz nach Vorstellung auf der Japan Mobility Show
Erstmals Test für die neue „Mazda Mobile Carbon Capture”-Technologie: Ein mit dem innovativen CO2-Abscheideverfahren ausgerüsteter Mazda3 hat am vergangenen Wochenende am 7. Lauf der Super Taikyu Rennserie 2025 auf dem Fuji International Speedway in Japan teilgenommen.
Test unter anspruchsvollen Bedingungen
Das vierstündige Rennen lieferte den Beleg, dass das neue Mazda Verfahren unter anspruchsvollen Motorsportbedingungen CO₂ aus Abgasen abscheiden kann. Auch im nächsten Jahr wird Mazda das neue Verfahren in der Super Taikyu Series testen, um die CO₂-Abscheidungsrate weiter zu verbessern. Beim ersten Test auf dem Fuji Speedway wurde das Fahrzeug mit dem CO2-neutralem Dieselkraftstoff HVO 100 betrieben, um die CO₂-Bilanz weiter zu verbessern.
CO₂-Abscheideverfahren auf Zeolith-Basis
Mazda hatte das neue CO₂-Abscheideverfahren Ende Oktober auf der Japan Mobility Show im Konzeptfahrzeug Mazda Vision X Coupé vorgestellt. Das innovative System nutzt eine poröse Zeolith-Struktur, um CO₂ aus dem Abgas abzuscheiden. Dabei kommen zwei parallele Stränge mit je einem Gebläse und einem CO2-Abscheider zum Einsatz. Die Gebläse zweigen abwechselnd einen Teil der Motorabgase ab, führen diese durch einen Entfeuchter und anschließend durch einen CO₂-Abscheider auf Zeolith-Basis. Ist einer der CO2-Abscheider vollständig gefüllt, wechselt das System auf den anderen. Die CO2-reduzierten Abgase werden anschließend zurück in den Auspuff geleitet. Der jeweils gefüllte Abscheider wird erhitzt, wodurch das gespeicherte CO₂ wieder freigesetzt wird. Dieses wird in einem im Fahrzeug untergebrachten Tank, der ebenfalls Zeolith enthält, chemisch gebunden.
Multi-Solution-Ansatz
Während Mazda einerseits die Entwicklung von Fahrzeugen mit elektrifiziertem Antrieb in unterschiedlichen Varianten vorantreibt, darunter Mildhybride, Vollhybride, Plug-in-Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge, beabsichtigt das Unternehmen andererseits auch, die CO₂-Emissionen seiner Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weiter zu reduzieren. Dies soll durch eine Steigerung der Motoreffizienz, die Entwicklung und Einführung CO₂-neutraler Kraftstoffe sowie durch die Abscheidung von CO₂ aus den Abgasen erreicht werden.
Mazda hat sich verpflichtet, bis 2050 weltweit CO2-Neutralität zu erreichen und die Zwischenziele der EU für 2030 und 2035 zu erfüllen. Der japanische Automobilhersteller ist davon überzeugt, dass eine Vielzahl technischer Lösungen der effektivste Weg ist, um die CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge zu reduzieren.